Methodic Director

Als Methodic Director und Sportkinesiologe von Tennis-complete ist mein erster Bereich das Analysieren der Hintergründe – warum gelingt es einem Spieler trotz intensiven Bemühens und Wollens nicht, die technischen Korrekturen seines Trainers in die Praxis rüberzubringen?

Aus der Sicht des Bewegungstrainers, denn das ist ein Sportkinesiologe, findet sich die Erklärung dafür in folgenden Bereichen: koordinativ, visuell, vestibulär, mental/emotional!

In langem und intensivem Austausch mit meinen beiden Tennis-complete Partnern Christoph und Udo haben wir gemeinsam eine Testbatterie entwickelt, die alle Ansprüche erfüllt und uns in ganz kurzer Zeit direkt zur Kernproblematik des Spielers führt.

Davon ausgehend kommt mein zweiter Bereich zum Tragen: gibt es Stressoren (unschön aber ganz korrekt formuliert: „Blockaden“) in diversen der obgenannten Teilleistungssysteme, dann sind diese in einem ersten, methodischen Schritt aufzulösen! Das geschieht über eine Reihe kinesiologischer Übungen, die eine unmittelbare und positive, neurologische Wirkung nach sich ziehen, die der Spieler auch selber sehr gut nachvollziehen kann. Über Blockaden „drüberzutrainieren“ ist definitiv nicht möglich, erst müssen die koordinativen, visuellen, usw. „Stolpersteine“ aus dem Weg geräumt werden.

Daran anschließend werde ich in meinem dritten Bereich aktiv: spezielle Bewegungsübungen, zunächst abseits des Tennisplatzes, ohne Schläger und Ball, dienen dazu, eine breite Basis zu schaffen und die neurologische Qualität des Spielers generell weiter zu optimieren. Dies geht übergreifend mit speziellen Bewegungsübungen am Platz vonstatten, der Spieler lernt, in methodisch auf ihn persönlich abgestimmten Schritten, seine nun immer besser integrierten Teilleistungssysteme tennisspezifisch einzusetzen.

Abgerundet wird mein Wirken durch den vierten Bereich: das Erstellen individualisierter Trainingsprogramme, die aus einer Kombination von kinesiologischen und speziellen Bewegungsübungen bestehen und für die Dauer von etwa drei bis vier Wochen vom Spieler abseits des Platzes in EIGENVERANTWORTUNG durchzuführen sind (täglicher Aufwand – nicht mehr als 10 Minuten!). Das dadurch erreichte, weitere Automatisieren der Zusammenarbeit zuvor blockierter Teilleistungssysteme versetzt den Spieler in die Lage, nunmehr die Anweisungen seines Trainers mit vermehrter Leichtigkeit umzusetzen.

„Bewegung ist Leben“ ist ein der Kinesiologie innewohnender Grundsatz – nur wer sich (streßfrei und integriert) bewegen kann, kann sich (persönlich und spielerisch) weiterentwickeln!

Werner Elsner

Methodic Director