Medical Director

Als Medical Director sehe ich meine erste und wichtigste Aufgabe darin den einzelnen Tennisspieler gesund zu erhalten.

Auf deiner Seite werde ich versuchen im Falle von Beschwerden diese zu behandeln (kurativer Ansatz). Das bedeutet, dass sich Tennisspieler an mich wenden können um Behandlungsvorschläge für Ihre Probleme zu erhalten. Dies wird sich sowohl im Einzelfall, als auch auf gehäuft auftretende medizinische Probleme, beziehen.

Da ein Großteil der Beschwerden am Bewegungsapparat nicht durch akute Verletzungen bedingt sind, sondern durch chronische Überlastungsschäden gibt es für mich hier mehrere Ansatzpunkte. Ein Ansatzpunkt werden das durch körperliche Schwächen (z.B. Bewegungseinschränkungen auf muskulärer oder gelenkiger Ebene), muskuläre Ungleichgewichte oder ähnliches entstandene biomechanisch ungünstige Bewegungsabläufe bedingte Beschwerden. Gerade bei Bewegungseinschränkungen in gewissen Abschnitten des Bewegungsapparates kommt es in der Folge davon zu Überlastungen anderswo, meistens in nachfolgend geschalteten Abschnitten. Schmerzhaft wird dann häufig die Überbelastung, jedoch ist das Problem im oft nicht schmerzenden, eingeschränkten Bereich zu suchen. Dies gelingt nur durch die (körperliche) Untersuchung von Bewegungsabläufen und bestimmten Abschnitten des Bewegungsapparates.

Um eine grobe Vorselektion und damit Aufdeckung von Schwachpunkten/stellen am Bewegungsapparat (bevor sie klinisch manifest werden) zu ermöglichen habe ich einen Untersuchungsbogen entwickelt, der die wichtigsten körperlichen Parameter eines Tennisspielers untersucht und zuordnet. Daraus soll in weiterer Folge eine Datenbank entstehen, die es ermöglicht frühzeitig durch Übungen sonst entstehende Beschwerden vorzubeugen. Ebenso sollen daraus Erkenntnisse über die Belastungen sowohl im Bereich von Hobbyspielern, wie auch professionelle Spielenden gewonnen werden. Der Untersuchungsbogen wurde von mir so gewählt, dass er auch von nichtmedizinischen Personen durchgeführt werden kann.

Durch zunehmende Erfahrung erwarte ich mir auch noch eine weitere Adaptierung und Verbesserung des Untersuchungsbogens.

Sollten körperliche Defizite aufgedeckt worden sein, so ist meine Aufgabe Überlegungen anzustellen, wie diese durch Übungen, auch und vor allem außerhalb des Tennisplatzes, beseitigt werden können.

Ebenso war es meine Aufgabe ein Aufwärmprogramm zu entwickeln, welches das Verletzungsrisiko eines Tennisspielers durch entsprechende körperliche Vorbereitung minimiert. Die Aufgaben dieses Aufwärmprogrammes waren prinzipiell eine Erhöhung der Körperkerntemperatur, wie auch eine Aktivierung wichtiger körperlicher Grundvoraussetzungen. Eingeflossen sind in dieses Programm ebenso kinesiologische Übungen, die mit dem Methodik Director gemeinsam, integriert wurden.

Wichtig ist es mir ebenfalls, dass ich dem Spieler mitgeben möchte, das diese grundlegenden körperlichen Voraussetzungen regelmäßig und auch außerhalb des Tennisplatzes zu trainieren sind, um dadurch eine Verbesserung der tennisspezifischen Leistungen zu erhalten.

Zusammen mit dem für das tennisspezifische Training zuständigen Director möchte ich auch die einzelnen Schlagtechniken auf Gesundheitsrisiken hin beurteilen.

Gemeinsam mit dem Methodik Trainer möchte ich durch den Einsatz kinesiologischer Möglichkeiten eine Übersetzung von Problemen in anatomische Strukturen und medizinische Probleme erreichen.

Das Ziel all dieser Aufgaben ist es den (Tennis)Sport, den wir alle lieben, so gesundheitsfreundlich wie irgend möglich zu machen.

Dr. Christoph Michlmayr

Medical Director